• Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V.

Termine

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Offene Taschenwerkstatt 1000 722 femwerkstatt.de
Tschüss Kubus

Offene Taschenwerkstatt

Tschüss Kubus

Tschüss Kubus

Nach vier Wochen Ausstellung in der Künstlerwerkstatt des L6 verabschiedeten wir uns am Samstag, den 23.11.2019 vom wunderbaren Kubus, in dem genau 61 Taschen viele Besucher*innen empfingen. Wir feierten noch einmal die Tascheninstallation und ihre Geschichten. Nun ist der Kubus abgebaut und die Taschen finden sich wieder im Feministischen Zentrum auf dem Grether-Gelände (Faulerstraße 20, 79098 Freiburg).

Die offene Taschenwerkstatt findet derzeit nicht statt.

Einmal im Monat trifft sich die Femwerkstatt auch abends – als Perspektivenwerkstatt. Wegen des Corona-Virus finden die Treffen per Videochat statt. Bitte per Mail melden, wer daran teilnehmen will.

 

Frauengeschichte(n) in der Vorstadt 667 1000 femwerkstatt.de
Fischerau in Freiburg: einst Rotlichgebiet

Frauengeschichte(n) in der Vorstadt

Frauengeschichte(n) in der Vorstadt – ein historischer Stadtrundgang mit der Feministischen Geschichtswerkstatt.

Fischerau in Freiburg: einst Rotlichgebiet

Fischerau in Freiburg: einst Rotlichgebiet

Rund um den Adelhauser Platz gibt es viel zu entdecken: Wir machen u. a. Station am ersten Mädchengymnasium, erzählen vom Rotlichtbetrieb in der Fischerau und natürlich auch von den Mystikerinnen des Klosters Adelhausen. Und auch um die Dreisam – für manche die Schnellfließende wird es gehen.

Referentinnen: die Femwerkstatt im Team

Daten: Nachdem der Stadtrundgang wegen der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus im März abgesagt werden musste, wollen die Macherinnen den Rundgang im Juli nachholen.

Ort: Adelhauser Klosterplatz, Eingang Kirche.

Eintritt: Spenden erbeten!

Veranstaltet von Feminstischer Geschichtswerkstatt Freiburg e.V.

8. Mai 2020: 75 Jahre Tag der Befreiung 1000 667 femwerkstatt.de
Transparent des feministischen Zentrums

8. Mai 2020: 75 Jahre Tag der Befreiung

75 Jahre Befreiung - aufgezeichnet von Hannelore

75 Jahre Befreiung – aufgezeichnet von Hannelore

Am 8. Mai 2020 jährte sich zum 75. Mal der Tag der Befreiung von der Nazi-Herrschaft. Deshalb fand eine Kundgebung am Mahnmal für die Opfer des Naziregimes statt, an der auch die Feministische Geschichtswerkstatt und das Feministische Zentrum aktiv teilnahmen. An einer Wäscheleine trugen wir erhellende und mutmachende Zitate zur Mahnwache und waren mit einem großen Transparent und diesem Redebeitrag zum fehlenden Gedenken an lesbische Gefangene im KZ Ravensbrück dabei:

Transparent des feministischen Zentrumsunser Transparent vor Ort, Foto: Anja

Redebeitrag der Feministischen Geschichtswerkstatt

Das Verhindern des Gedenkens an lesbische Verfolgte und Ermordete des Nationalsozialismus hat Geschichte. In den 80er Jahren scheiterten zahlreichen Versuche der Ostberliner Gruppe ‚Lesben in der Kirche‘, an den Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück teilzunehmen. Die Lesbengruppe widmete sich u.a. in den 1980er Jahren dem Anliegen, das Schicksal von im NS verfolgten lesbischen Frauen sichtbar zu machen und ihnen öffentlich zu gedenken. Dabei wurden die Frauen teilweise bereits bei ihrer Anreise am Bahnhof Fürstenberg durch Polizist*nnen abgefangen und stundenlang verhört. Später wurden niedergelegte Kränze vernichtet und Einträge in das Gedenkbuch entfernt. Bis heute gibt es in Ravensbrück keine würdige Form des Gedenkens an die lesbischen Opfer. Im Oktober 2018 scheiterte wieder einmal der Vorschlag, eine Gedenkkugel für die ermordeten lesbischen Frauen zu installieren.

Zitate von Bendkowski und Ayim

Zitate von Bendkowski und Ayim, Foto: Karin

Historikerinnen betonen, dass homosexuelle Frauen – anders als homosexuelle Männer – von den Nazis zwar nicht aufgrund des Strafgesetzbuch-Paragrafen 175 verfolgt wurden. Aber ihr Lesbisch-Sein war ein Faktor, der dazu beitragen konnte, im Konzentrationslager zu landen. Dort trugen Lesben nicht den Rosa-Winkel, sondern wurden u. a. mit einem schwarzen Winkel als „Asoziale“ gekennzeichnet. Diese Unsichtbarkeit führt bis heute zu einer Marginalisierung dieser Gefangenengruppe in der Erinnerungskultur. Darum fordern viele Initiativen und Wissenschaftlerinnen die Ausdehnung des Verfolgungsbegriffs auf unterschiedliche Formen der Diskriminierung, Einschüchterung oder Überwachung. Geschlechterkonstruktionen müssen dabei einbezogen werden.

Zitat von Ingeborg Bachmann

und eins von Ingeborg Bachmann, Foto: Karin

Im April 2015, zum 70 Jahrestag der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück sowie des Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen* Uckermark, legte die Initiative „Autonome Feministische FrauenLesben aus Deutschland und Österreich“ eine Gedenkkugel als sichtbares Zeichen an die Verfolgung und Ermordung lesbischer Frauen und Mädchen am neuen Gedenkort im KZ Ravensbrück nieder. Diese Kugel wurde aufgrund fehlender Genehmigung kurz darauf von der Leitung der Mahn- und Gedenkstätte entfernt, zahlreiche Anträge im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten auf Genehmigung scheiterten – auch aufgrund der vehementen Proteste des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.

Peters und Heymann

Peters und Heymann, Foto: Karin

Die Argumente laufen immer wieder darauf hinaus, dass es keine eigentliche Verfolgung von Lesben im NS gegeben hätte. Dabei wissen wir längst, dass die Verfolgung von Lesben vor allem darüber funktionierte, dass Homosexualität zwischen Frauen nicht existieren durfte. Lesben waren zur Unsichtbarkeit und Selbstverleugnung verdammt. Das setzt sich in der Erinnerungskultur bis heute fort.

... und noch eins von Hannah Arendt

… und noch eins von Hannah Arendt, Foto: Anja

Die Inschrift für die immer noch nicht sichtbare Kugel lautete: In Gedenken aller lesbischen Frauen und Mädchen im Frauen-KZ Ravensbrück und Uckermark. Lesbische Frauen galten als „entartet“ und wurden als „asozial“, als widerständisch und verrückt und aus anderen Gründen verfolgt und ermordet. Ihr seid nicht vergessen!

Zur Zeit wird neu verhandelt …

Wir hoffen, dass die Gedenkkugel bald ihren Platz einnehmen darf – für ein würdiges Gedenken an die lesbischen, verfolgten und ermordeten Frauen in den Konzentrationslagern.

Nazi freie Zone gesehen von Hannelore

Nazi freie Zone gesehen von Hannelore

Polychore: Interkulturelles Frauencafé 1024 683 femwerkstatt.de

Polychore: Interkulturelles Frauencafé

Einladung zu unserem nächsten Frauencafé
Ein interkulturelles Frauencafé für alle Frauen die Lust haben auf mehr: Information – Gesundheit – Spaß – Austausch
*Mit Kinderbetreuung

Wann: Samstag den 10. Oktober, von 11:00 bis 13:30 Uhr

Thema: „Bildungstouren durch Freiburg – der Weg zur Teilhabe und Empowerment von Frauen*“

Ort: Treffpunkt Feministisches Zentrum, Faulerstraße 20, Freiburg (Grether-Gelände)

Unter der Einhaltung der Corona-Maßnahmen machen wir gemeinsam einen Ausflug zur blauen Brücke zwischen Innenstadt und Stühlinger. Es werden mehrere kleine Gruppen gebildet, damit wir den Abstand gut einhalten können. Dabei stellen wir den Audioguide zu Orten der Vielfalt vor und laden zu einer feministischer Stadtführung durch Freiburg ein!

Für Übersetzung auf Arabisch und Dari/Farsi ist gesorgt.

Polychore ist ein Projekt zu Kultur- und Lebensfragen von und für geflüchtete Frauen. Das Café an jedem ersten Samstag im Monat ist offen für alle interessierten Frauen aus Freiburg und der Region.

Veranstaltet von: Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V.

Unterstützt von:

Trauer um Ute Becker 544 683 femwerkstatt.de
Ute Becker

Trauer um Ute Becker

Ute Becker

Ute Becker

Wir trauern um Ute Becker, die am 22.6. bei einem Fahrradunfall unverschuldet ums Leben kam.
Wir verlieren eine fantasievolle, umsichtige und sehr kluge Mitfrau, die uns sehr fehlen wird.
Auch in unserem Projekt Taschen erzählen hat Ute mitgemischt und dabei diesen kleinen Koffer für ihre Großmutter gepackt.